• Hauseigentümerverband feiert den Hundertsten – Mauro Tuena war wohl der spontanste Teilnehmer

Hauseigentümerverband feiert den Hundertsten – Mauro Tuena war wohl der spontanste Teilnehmer

25.09.2019 David Egger, Chefredaktor Limmattaler Zeitung

In der Stadthalle versammelte sich gestern der Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf, um sein 100-jähriges Jubiläum zu begehen.

Runde Tische, schöne Blumen und die Piano Connection in ihren typischen schwarz-weissen Jacketts: Am Freitagabend war in der Dietiker Stadthalle alles parat für den grossen Geburtstag. Der Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf hatte sich zu seinem 100-jährigen Jubiläum versammelt. Der Dietiker 11er-Club kochte, die Dietiker Guggi-Häxe servierten.

Auch die Politik durfte nicht fehlen. So überbrachten der Urdorfer Gemeinderat Danilo Follador (CVP) und der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) dem Hauseigentümerverband (HEV) die Grussbotschaften der grössten Gemeinde und der grössten Stadt im Bezirk. Follador und Bachmann strichen dabei hervor, wie wichtig die Haus- und Wohnungseigentümer für Gemeinden seien.

Die starke Identifikation der Eigentümer mit ihrem Wohnort

«Eigentümer zielen auf eine langfristige Wohnsituation ab. Das führt automatisch zu mehr Identifikation. Und eine Gemeinde ist darauf angewiesen, dass sich die Einwohner mit ihr identifizieren», sagte beispielsweise Follador, der im Urdorfer Gemeinderat für das Ressort Planung, Bau und Umwelt zuständig ist. Auch Bachmann verwies darauf, dass Eigentümer sesshafter seien und sich stärker mit ihrem Wohnort identifizieren würden. Es sei darum wichtig, dass man nicht ständig neidvoll auf die Eigentümer blicke, sondern anerkenne, welchen Beitrag sie für ein gelungenes Zusammenleben leisten. Er könne die HEV-Mitglieder daher nur ermuntern, sich weiter für die Interessen der Hauseigentümer einzusetzen. «Dabei wünsche ich Ihnen ganz viel Erfolg», so Bachmann. Es sei ihm persönlich ein grosses Anliegen, dass zwischen Staat und Grundeigentümern ein gutes Verhältnis bestehe. «Nicht nur weil ich selber HEV-Mitglied bin, sondern weil ich um die wichtige Bedeutung der Hauseigentümer in diesem Land weiss», sagte Bachmann.

Sowohl er als auch Follador verwiesen auch darauf, dass Eigentümer für ein grösseres Steuersubstrat sorgen. Angesichts vieler Liegenschaften von Baugenossenschaften und Pensionskassen sind aber auch in Urdorf die Mieter in der Mehrheit. «Der Gemeinderat möchte sich für die Erhöhung der Wohneigentumsquote einsetzen», sagte Follador. Dies ist Teil des gemeinderätlichen Leitbilds.

Auch der Stadtzürcher Nationalrat Mauro Tuena (SVP) erwies dem HEV Dietikon-Urdorf die Ehre. Er war für den Aescher Nationalrat Hans Egloff (SVP) eingesprungen, den Präsidenten des nationalen Hauseigentümerverbands, der krankheitshalber passen musste. Und so stand Tuena rund drei Stunden, nachdem er angefragt wurde, am Rednerpult der Stadthalle. Er kam auch auf den Eigenmietwert zu sprechen, der jetzt bei der Wirtschaftskommission des Ständerats liegt: «Diese ungerechte Steuer bestraft vor allem ältere Leute, die ihre Hypothek über Jahre abgezahlt haben.» Die Zeichen stünden nicht so schlecht, dass sich die Situation mit dem jetzigen Vorschlag verbessere.

Hans Schenk, Präsident des HEV Dietikon-Urdorf, betonte in seiner Rede, wie wichtig die Mitglieder seien. Nur dank diesen sei der HEV so initiativfähig. «Wir wollen weiter aktiv sein», machte er klar, und sich beispielsweise gegen neue Gebühren und Steuern auf das Eigentum einsetzen.

Eine La-Ola-Welle für den langjährigen Präsidenten

Die Vorstandsmitglieder bedankten sich bei Hans Schenk, der nun schon seit etwas mehr als einem Vierteljahrhundert Präsident ist. Martin Romer bewegte die Feiernden gar zu einer La-Ola-Welle für Hans Schenk.

Auch zum Programm gehörten spannende virtuelle Führungen durch Dietikon und Urdorf von heute und von früher, durchgeführt von Franziska Schädel vom Stadtverein Dietikon und Beat Spreng vom Ortsmuseum Urdorf. Durch die Vorher-Nachher-Vergleiche wurde man erst recht dem Umstand gewahr, was es eigentlich heisst, hundert Jahre alt zu werden.